Außen und Innen

Zur Komplementarität von Physik und Psychologie

| Von Robert Harsieber |

Wir sind gewohnt, die Außenwelt als objektiv und real, die Innenwelt als subjektiv und unwirklich zu betrachten. Für klassische Naturwissenschaftler ist daher Psychologie keine Naturwissenschaft. Dem widersprach C.G. Jung, indem er die Analytische Psychologie als Erforschung der inneren Natur betrachtete. Dem vorherrschenden Wissenschaftsbegriff zufolge entwickelten sich Physik und Psychologie völlig unabhängig voneinander.  

Um 1900 setzte eine neue Entwicklung ein: Zu dieser Zeit läutete Max Planck mit seinem Begriff der Lichtquanten eine neue Ära der Physik ein; auch Sigmund Freuds „Traumdeutung“ erschien 1900. In beiden Disziplinen blieb kein Stein auf dem anderen. Wolfgang Pauli war der erste, der erkannte, dass man in der Physik die Anschaulichkeit der klassischen Begriffe aufgeben muss. Die Quantenphysik erforscht eine Welt des Unanschaulichen, während Freud und vor allem Jung begannen, die ebenso unanschauliche Welt des Unbewussten zu erforschen. Das blieb nicht die einzige Parallele.

In der Physik wurden die zu untersuchenden Teilchen immer kleiner, sodass jede Messung Einfluss auf das Ergebnis nahm. Die Frage, wie etwas vor einer Messung ausschaut, wurde sinnlos. Auf der psychologischen Seite ist es genauso sinnlos zu fragen, was wir „wirklich“ geträumt haben, denn die bewusste Erinnerung verändert bereits den Traum — wie die Messung in der Physik. Wie die Phänomene der physikalischen Mikrowelt unanschaulich sind, so sind es auch die Jung’schen Archetypen. Was wir durch Traumerinnerungen oder Imaginationen aktiv ins Bewusstsein fördern, sind archetypische Vorstellungen. 

In dem sich über 26 Jahre erstreckenden Briefwechsel zwischen C.G. Jung und Wolfgang Pauli kommen die beiden zu dem Schluss, dass die Archetypen keine psychischen Phänomene sind (Jung nennt sie psychoid und nicht psychisch), sondern wirkende Muster, die sich in der Psyche genauso wie in der Physik ausprägen. Jung spricht von einer gemeinsamen Matrix von Psyche und Materie [1]. 

Die „neue“ Ganzheit

Mit dem Planck’schen Wirkungsquantum kam ein völlig neues Element in die Physik: das der Ganzheit. Die Welt der klassischen Physik konnte in ihre Einzelteile zerlegt und analysiert werden; in der Quantenphysik geht das nicht mehr. Es gibt kein isoliertes Teilchen, sondern ein Elektron bekommt seine Bedeutung erst durch den Zusammenhang mit dem „Rest“ der Welt. Isoliert von der Versuchsanordnung und von der Welt als Ganzer ist es nicht. Mit den Quanten erweist sich die Welt als Einheit ohne Teile. Wir können und müssen zwar von Teilen reden, wir dürfen aber nicht glauben, dass dem etwas entspricht. 

In der Psychologie gibt es ebenfalls keine isolierten Phänomene. Für ein Symbol, einen symbolischen Inhalt gibt es keine „Definition“, keine Abgrenzung. Es erhält seine Bedeutung durch den Kontext. Es ist ein objektives Phänomen, das in situationsabhängig subjektiver Ausprägung vorliegt. Symbole können nur vor dem Hintergrund des ganzen Menschen gesehen werden, genau genommen sogar vor dem Hintergrund der gesamten Menschheitsgeschichte. Dies impliziert der Begriff des kollektiven Unbewussten bei C.G. Jung.

Komplementarität

Einer der wichtigsten neuen Begriffe in Physik und Psychologie ist jener der Komplementarität. In der Physik wurde der lange Streit zwischen der Teilchen- und Wellennatur des Lichts durch Einstein entschieden: Es ist beides! Es gibt Experimente, in denen das Licht als Welle erscheint, und andere, in denen es als Teilchenstrom erscheint. Ein Teilchen hat einen begrenzten, punktförmigen Ort, eine Welle erstreckt sich theoretisch bis in die Unendlichkeit. Mehr könnten sich die Bilder nicht widersprechen, das eine schließt das andere aus. Trotzdem geht es nur um ein Phänomen. Die beteiligten Physiker beschreiben den Schock, als wäre ihnen der Boden unter den Füßen weggezogen worden. Niels Bohr löste diesen gordischen Knoten, indem er den Begriff der Komplementarität einführte: Welle und Teilchen sind zwei anschauliche Bilder, die einander ausschließen, aber auch einander bedingen, weil keines alleine genügt, um die Welt zu beschreiben. 

Es ist vor allem die Komplementarität, die das aristotelische Entweder-Oder-Denken ablösen und einer gemeinsamen Sprache von Physik und Psychologie zugrunde gelegt werden müsste. Das hat bereits Niels Bohr betont, ebenso Max Born [2]. Wolfgang Pauli intendierte eine „neutrale Sprache“, die sich auf Physik und Psychologie anwenden ließe. [3]

Teilchen- und Wellendenken

In der Psychologie C.G. Jungs sind Bewusstsein und Unbewusstes komplementär aufeinander bezogen. Männliches und Weibliches schließen sich — oberflächlich betrachtet — aus, gehören aber komplementär zusammen. Nach der Integration des Schattens ist die Vereinigung von Männlichem und Weiblichem in der Individuation ein komplementärer Vorgang, in dem sich die Gegensätze vereinen, ohne sich ineinander aufzulösen. Symbolisch komplementäre Phänomene sind auch hell — dunkel, gut — böse, Tag — Nacht, Anima — Animus, oder auch Gefühl — Verstand: Das eine ist ohne das andere nicht zu haben.

Das Wirken der Archetypen in Physik und Psychologie kann man auch am Teilchen- und Wellenbild in der Quantenmechanik ablesen, das psychologisch der männlichen und weiblichen Sicht entspricht. Man kann es als Objektdenken (männlich) und Beziehungsdenken (weiblich) bezeichnen, das sich schon unmittelbar nach der Geburt unterscheiden lässt (Simon Baron-Cohen und Jennifer Connellan [4]). So gesehen kann man die Quantentheorie auch als das Einbeziehen des weiblichen Beziehungsdenkens in die männlich dominierte Naturwissenschaft betrachten. Da Beziehung nichts rein Objektives ist, führt die Einbeziehung eines subjektiven Moments auch hier zu einer Erweiterung in die Komplementarität. 

Indeterminismus

Naturwissenschaft beschreibt nicht die Natur, sondern unser Sehen der Natur. Sie fragt nicht danach, was ist, sondern was wir erkennen können [5]. Dadurch musste der naive Realismus aufgegeben werden. Es gibt eine Außenwelt, aber keine unabhängig vom Beobachter existierende Außenwelt. 

Ebenso musste der klassische Determinismus aufgegeben und durch die statistische Wahrscheinlichkeit ersetzt werden [6]. Die Quantenmechanik kann nichts über den Einzelfall aussagen, sondern nur mehr Wahrscheinlichkeiten angeben, z.B. wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, ein Teilchen an einem bestimmten Ort anzutreffen, wenn gemessen wird. Beim atomaren Zerfall kann die (statistische) Halbwertzeit angegeben werden, nicht aber, wann ein einzelnes Atom zerfallen wird. Das bleibt dem Zufall überlassen und kann gar nicht vorhergesagt werden. 

Genau das bedeutet der Determinismus der klassischen Physik: Wenn die Ausgangsbedingungen eines Systems bekannt sind, dann kann jeder zukünftige Zeitpunkt berechnet und vorhergesagt werden. Max Born hat allerdings gezeigt, dass das auch in der klassischen Physik schon eine Illusion war, weil die Ausgangwerte prinzipiell nie exakt bestimmt werden können [7]. 

Kausalität und Wahrscheinlichkeit

Wir können also verallgemeinern: Es gibt keine Kausalität, sondern nur Wahrscheinlichkeit. Was wir in der Alltagssprache als Kausalität bezeichnen, ist quasi die höchste Wahrscheinlichkeit. Wir können auch nicht beweisen, dass morgen die Sonne aufgeht, es ist allerdings höchst wahrscheinlich. Erst recht im Bereich des Lebendigen oder Psychischen. Niemand kann vorhersagen, wie ein bestimmter Mensch in einer bestimmten Situation reagieren wird, und wenn, dann nur mit mehr oder weniger großer Wahrscheinlichkeit. Das ist auch das Problem der psychologischen oder psychiatrischen Gerichtsgutachter. 

Nichts im Leben ist völlig sicher, weil nichts wirklich kausal vorhergesagt werden kann. Die Quantenmechanik hat das mechanistische Weltbild der klassischen Physik widerlegt. Die Welt als Maschine oder als Uhrwerk ist endgültig obsolet. Es wäre absurd, den Menschen mechanistisch erklären zu wollen, wie das aber immer noch vielfach geschieht — etwa in der „modernen“ Hirnforschung, die den Menschen kausal vom Gehirn determiniert sehen will und dabei Kausalität mit Korrelation verwechselt. 

Den Menschen zu erklären, erfordert eine Psychologie, die dasaturwissenschaftlich Erfassbare komplementär ergänzt. Physik und Psychologie gehören komplementär zusammen, sie sind die Außen- und Innenseite der einen Wirklichkeit. 

  1.  C.A. Meier: Wolfgang Pauli und C.G. Jung. Ein Briefwechsel 1932-1958; Springer 1992, S. 126
  2. „Bohrs Prinzip der Komplementarität muss auch als eine neue Denkmethode angesehen werden; sie stammt aus der Physik, ist aber in vielen anderen Gebieten anwendbar.“  Max Born: Physik im Wandel meiner Zeit, Viehweg  1983, S. 267
  3. Briefwechsel, S. 108
  4. Zit. in Raphael Bonelli: Männlicher Narzissmus, Kösel, S. 204 f. – Männliche Neugeborene haben mehr Interesse an Gegenständen, weibliche an Gesichtern.
  5.  „Wir müssen uns daran erinnern, dass das, was wir beobachten, nicht die Natur selbst ist, sondern Natur, die unserer Art der Fragestellung ausgesetzt ist.“ — Werner Heisenberg, zit. in: Ernst Peter Fischer, Die Hintertreppe zum Quantensprung. Die Erforschung der kleinsten Teilchen von Max Planck bis Anton Zeilinger, Fischer TB, 2. Aufl. 2013, S 180
  6. Max Born, Physik im Wandel meiner Zeit, S. 110
  7. Max Born: Ist die klassische Mechanik tatsächlich deterministisch? In Physik im Wandel meiner Zeit, S. 160 ff.

© 2018 Robert Harsieber

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Wahrheit und Protest

Zur Psychologie radikalisierten Widerstands

| Von Ludger Verst |

Die Ereignisse von Chemnitz haben weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Vom Tötungsdelikt am Rande des Stadtfestes, über rassistische „Hetzjagden“ bis zur Instrumentalisierung eines Toten – es zeigen sich Probleme, deren Ursachen nicht allein in Chemnitz oder in Sachsen zu suchen sind.

Seit Jahren werden die Signale einer massiven öffentlichen Kritik im Blick auf Migration, den Umgang mit dem Islam oder die Euro-Politik innenpolitisch unterschätzt. Zudem drängen die Langzeitfolgen der Wiedervereinigung, die de facto nicht bewältigt sind, Betroffene zu immer heftiger werdenden Ausdrucksformen des politischen Protests, was Pegida und der Zulauf zur AfD unterstreichen. Noch aus DDR-Zeiten, wo das Lebensumfeld davon geprägt war, den Kapitalismus grundsätzlich kritisch zu sehen, stammt ein vitales Misstrauen gegenüber Obrigkeiten, das auch nach 1989 nie wirklich verschwand und nun in der Migrations-Politik erneut entflammt.

Im Westen der Republik hingegen herrscht kaum Verständnis gegenüber dem Protest, der seit längerem vor allem aus Sachsen kommt. Ich habe verschiedentlich schon darauf hingewiesen: Wenn öffentliche Proteste in großem Stile ignoriert werden, gerät eine Demokratie langfristig und nachhaltig in Gefahr. Der Wahrheitsgehalt, der in ernsthaften Protesten steckt, wird fatalerweise nicht zur Kenntnis genommen.

Erfahrungen aus der sozialen Gruppentherapie

Ein Experte für ostdeutsche Befindlichkeiten ist der Psychiater und Psychoanalytiker Hans-Joachim Maaz aus Halle. Nach den ausländerfeindlichen Vorfällen in Chemnitz verteidigt der 75-Jährige den Osten und warnt davor, die Sachsen pauschal zu verurteilen und in die rechte Ecke zu stellen. Viele Menschen fühlten sich falsch eingeschätzt. Maaz verweist dabei auf Erfahrungen aus der sozialen Gruppentherapie: Wenn Menschen zusammen seien, sagt er, gebe es immer Anführer, Mitläufer und Außenseiter, so genannte Omegas. Diese würden von den anderen beschimpft, bedrängt oder — wenn möglich — ausgegrenzt. Und zwar deshalb, weil der Außenseiter immer etwas verkörpere, was die anderen, die Mehrheit, nicht wissen wolle. Ein Omega würde nicht als Qualitätsindikator, sondern als Störfaktor angesehen. Nicht selten rutsche dann nach kurzen kathartischen Episoden ein anderes Gruppenmitglied in diese Position, und das Spiel beginne von vorn. Maaz wörtlich: „Die Verleugnung einer schwierigen Wahrheit ist für die Entwicklung einer Gruppe wie auch der Gesellschaft hochproblematisch, weil dann bittere Realitäten nicht gesehen und damit auch nicht mehr hilfreich angepackt werden können“ (Leipziger Volkszeitung vom 05.09.2018).

Es zeigt sich, dass hinter Feindbildern wie „Flüchtlinge“, „Asylanten“ und Schlagwörtern wie „Überfremdung“ und „Islamisierung“ Ersatzthemen liegen, in denen existenzielle Themen verborgen sind, deren Tragweite erkannt und analysiert werden müssen. Im Kern dieser Themen stecken nämlich Befindlichkeiten realer Bedrohung, ein Überschuss vor allem von Angst.

Aber – wohin mit dieser Bedrohung, wohin mit der Angst?

Unsere Gesellschaft stellt faktisch keine Räume, keine Orte zur Verfügung, an denen solche Energien unmittelbar, zunächst ganz und gar unpolitisch, also gerade nicht im Spiel von Demonstration und Gegendemonstration, erwünscht wären. So drängt sich die Frage auf, ob eine Demokratie ihre Anhänger nicht nur formal und äußerlich, sondern vor allem und zuerst innerlich demokratisieren müsste, wenn sie wirklich Volkes Stimme repräsentieren will. Äußere Demokratisierung ist keine Kunst. Innere Demokratisierung aber wäre ein innerseelischer Prozess, der Fehlentwicklungen, Verstrickungen, enttäuschte Hoffnungen, insbesondere in Ostdeutschland, als legitim, ja not-wendig zur Sprache kommen ließe.

Den inneren Fremdheiten, der Entfremdung vom eigenen persönlichen und natürlichen Leben, der Leere und Unbarmherzigkeit des Lebens müsste nachgegangen werden. Das gehört zur Demokratisierung dazu. Aber so scharfsinnig dies erkannt sein mag, so dringlich wäre es, die Konsequenzen zu erörtern.

Wir beherrschen die Realität, …

In dieser dramatisch-unübersichtlichen, kollektiven Frontstellung herrscht nicht erst seit Chemnitz initiativlose Windstille. Denn mit der Bekanntgabe politischer Demarkationslinien und der Feststellung unüberwindbarer Gräben scheint es Meinungsführern fürs erste getan zu sein. Der bei weitem größere Aufwand aber wird noch zu leisten sein, um die Frontstellungen wieder zu lockern und die Hintergründe der Angst ganzer Bevölkerungsschichten ehrlicherweise hervorzubringen, zu benennen und anzuschauen. Wer die aggressiven, dann wieder frustrierten oder gleichgültigen Reaktionen der Bürger erlebt, fragt sich mit Recht, wie dieser gewaltigen Protest- und Abschottungstendenz überhaupt begegnet werden kann.

So problematisch es klingen mag: Eine moralische Front gegen alles rechts der CDU würde lediglich ein „Wir gut, ihr schlecht“ transportieren und die Gräben zwischen Rechts und Links, Ost und West nur weiter vertiefen. Im Grunde ist dies längst passiert. Viele fühlen sich in ihrem Protest, in ihren Ängsten schon lange abgehängt. Hinter dem Sammelsurium an Protestinhalten ist eine Irrationalität am Werk, die viele Gründe hat und durch politische Etikettierungen nicht gelüftet wird.

… sind aber hilflos im Umgang mit der Wirklichkeit.

Die Entwicklungs- und Bewältigungskosten einer inneren Demokratisierung aber will so gut wie niemand übernehmen. Für die Parteien gehören sie nicht mehr zum Teil ihrer politischen Analyse und Rezeptur. Die Gewerkschaften vertreten Parteiinteressen. Der Sport kann soziale und psychische Belastungen nur bedingt auffangen und umlenken, nicht aber beheben. Bleiben Sozialverbände und Kirchen. Aber auch hier werden oft mehr Fronten erhoben als abgebaut. In Stellungnahmen geht es um klare Grenzziehungen. Man bleibt bekenntnishaft unter sich. Das ist in Ordnung, aber bei weitem zu wenig.

Wer baut den Enttäuschten eine Klagemauer?

Wo also bieten sich niederschwellige Orte gewaltfreier, lautstarker Auseinandersetzung? Orte, an denen geschimpft, Wut herausgelassen, Angst und Enttäuschung artikuliert werden können, ohne gleich Lösungen parat zu haben? Wo Menschen jammern und sich auf Augenhöhe ihr Leid klagen dürfen? Oder anders gefragt: Wo kann ich lernen, Empathie zu entwickeln für den, den ich nicht leiden kann, um mir einen Moment lang die Welt mit seinen Augen anzusehen? Wer macht mir Mut, mich in die Höhle des Anderen zu begeben?

Ich vermisse Zivilcourage, die nötig ist, nicht nur um Grenzen zu setzen, sondern ebenso zu erforschen, wo und wie ich sie mit dem Anderen auch wieder überwinden kann. Ich wünsche mir Politiker, übrigens auch Bischöfe, die vor Wahlsonntagen nicht nur sagen, was Demokraten dürfen oder nicht, sondern die auch Verständigungsfährten legen, um mit Wutbürgern und Populisten in streitbare Gespräche zu kommen.

Wer sich abgestempelt fühlt oder ausgeschlossen, wird sich darum bemühen, die Mauer zwischen sich und dem Rest der Welt noch höherzuziehen. Das aber machte die Spaltung perfekt. Nichts Anderes beflügelt im Moment die AfD.

© 2018 Ludger Verst